Julia und ich entschieden uns dieses Jahr den Jahreswechsel in Österreich beim Skifahren zu verbringen. Wir mieteten uns im Farmreiterhof der Familie Gerharter ein.

Von diesem Hof war es nicht weit zum Leo, welcher zur gleichen Zeit mit Julia und Katrin bei seiner Mutter war.
Die Anfahrt war schon spektakulär, wir fuhren ab Stuttgart die ganze Zeit  auf Schnee bedeckter Straße und es schneite durchgehend. Als wir ankamen sahen wir das Ergebnis, es lag so viel Schnee wie schon lange nicht mehr um Silvester. Auf 1000 m schon 40 cm, das hieß die Talabfahrt war schon gewalzt und freigegeben.
Unser Zimmer war sehr schön, gemütlich und voll ausgestattet. In diesem befand sich ein sehr gemütliches Doppelbett, eine Sitzecke, eine kleine Küche und ein Bad. Morgens bekamen wir immer ein sehr gutes Frühstück mit allem was man sich nur wünschen kann, Brötchen, Müsli, Käse, Wurst, Marmelade, Ei und sehr leckere frische Milch. Das war sehr angenehm, morgens aufzustehen und sich um nichts kümmern zu müssen.
Am ersten Tag war der Leo krank und so fuhren wir zur Galsterbergalm, dem Hausskigebiet. Es war wunderbares Wetter und der Schnee war hervorragend, so konnten wir uns perfekt ans Skifahren gewöhnen.
Am zweiten Tag war das Wetter noch schöner nur war es bitter kalt (-16°C). Wir fuhren in das Skigebiet für Genießer, die Fageralm. Als wir an diesem Morgen angekommen waren, gab es schon sehr wenig Parkplätze und so beschloss Leo, sich und uns einen Parkplatz zu graben, indem er mit seinem Kurt (4x4 Golf) in einen Schneeberg fuhr. Dort konnte er dann zwar parken, kam aber mit eigener Kraft nicht wieder raus. Mit einer Schaufel, dem Auto vom Stefan und einem Abschleppseil lies sich das Problem jedoch schnell wieder beheben.
Die Fageralm verwandelt sich bei solchen Verhältnissen in eine wahre Märchenlandschaft, so genossen wir die schönen Ausblicke und den guten Schnee. Dort trafen wir Stefan und Nina, damit war unsere Gruppe perfekt und wir hatten sehr viel Spaß.


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Am dritten Tag war nur die Julia und ich auf der Piste, dabei erhielt die Julia von mir einen kleine Kurs im Carven und Tiefschnee fahren. Später kam der Leo noch zu uns und wir fuhren weiter Piste und Tiefschnee. Julia und Katrin waren wohl auch auf der Piste wir schafften es doch sie den ganzen Tag nicht zu finden. Dies lag daran, dass sie sich trotz ihres späten Kommens früh dazu entschieden in eine Hütte einzukehren.
An diesem Tag war auch Silvester. Wir trafen uns alle und machten uns einen gemütlichen Abend mit Käsefondue, Spielen und Bleigießen. Das Bleigießen erbrachte wie immer schwer zu deutende Gewurschtel zu Tage. Um Zwölf gingen wir auf die Terrasse, von welcher wir einen herrlichen Blick über das Tal hatten und so wunderbar die Feuerwerke anschauen konnten. Durch den langen Tag waren wir alle jedoch ziemlich müde und gingen dann bald ins Bett.
Der nächste Tag lief bei uns eher Schleppend, Leo, Julia und Katrin fuhren nach Hause und mussten noch einiges im Haus erledigen. Wir fuhren für drei Stunden auf die Piste und machten uns dann einen gemütlichen Tag zuhause.
Schon war auch für uns der letzte Tag angebrochen, über Nacht hatte es 20 cm geschneit und es schneite kräftig weiter. Da die Sicht schlecht war entschieden wir uns für ein schon bekanntes Skigebiet und fuhren noch mal zur Fageralm. Dort konnten wir bei dem vielen Neuschnee noch mal das Tiefschnee fahren üben, da das Skigebiet nicht steil ist, war es nicht gefährlich, wir blieben jedoch oft stehen und mussten dann ein bisschen durch den Schnee laufen. Aber auch an diesem Tag waren die Schneeverhältnisse ausgezeichnet.
Wir traten dann frühzeitig, direkt vom Skigebiet die Heimreise an. Durch den vielen Schnee und den Rückreiseverkehr kamen wir jedoch Bald in einen großen Stau. Dieser wurde dann durch das Unglück bei Bad Reichenhall noch verstärkt. So brauchten wir für die Strecke Salzburg - München 5 1/2 Stunden und sahen dabei 92 Autos mit Blaulicht, ungezählt blieben die Autos unter Gelblicht. Trotz der ewig langen Rückfahrt war der Urlaub total schön.